Berufsunfähigkeitsversicherung – Ratgeber

Mann leert Tasche

Absicherung gegen Berufsunfähigkeit wird ein immer größeres Thema. Was passiert, wenn Sie von einem Tag auf den anderen Ihre Fähigkeit, einen Beruf ausüben zu können, verlieren?

Wie wollen Sie dann Ihren Lebensstandard aufrecht erhalten? Kann Ihre Familie den Verlust ausgleichen?

Blick auf die Statistik

Für den Notfall empfiehlt es sich, mit einer Versicherung vorzusorgen. Allein in Deutschland gibt es circa 2,2 Millionen Frührentner, die durch Krankheiten oder auch Unfälle nicht mehr arbeitsfähig sind. Nach neuesten Zahlen wird jeder 4. Arbeitnehmer in seinem Berufsleben Arbeitsunfähigkeit erleben. Sollten Sie eine genaue Beratung zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung wünschen, sprechen Sie am besten mit einem Versicherungs- und Finanzmakler.

Beruf vs. Erwerb

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung unterscheidet sich grundlegend von einer Erwerbsunfähigkeits-Versicherung:

Von Berufsunfähigkeit spricht man, wenn der Betroffene zwar nicht in der Lage ist, seinen ursprünglichen Beruf weiter auszuüben, aber einen anderen Beruf ergreifen kann.

Erwerbsunfähigkeit liegt im Gegensatz hierzu dann vor, wenn der Betroffene komplett außer Stande ist, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, also nicht länger als im Schnitt sieben Stunden pro Woche arbeiten kann.

Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist also die Grundsicherung des gewohnten Lebensstandards. Sie verhindert oft das Schlimmste: Armut durch Erwerbsunfähigkeit.

Eine gefährliche Entwicklung

Studien zeigen, dass nur circa zehn Prozent der Betroffenen über eine Versicherung verfügen, um sich gegen den kompletten Entzug der Lebensgrundlage abzusichern. Die restlichen 90 Prozent müssen auf staatliche Hilfsmittel wie Hartz IV zurückgreifen.

Die Erwerbsunfähigkeits-Versicherung sollte frühestens mit dem Erreichen des 60. Lebensjahres enden, bestenfalls jedoch darüber hinausgehen. Besonders wenn Sie einen körperlich belastenden Beruf ausüben, sollten Sie darüber nachdenken, ob eine Erwerbsunfähigkeits-Versicherung nicht eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung darstellt.

Auch Menschen mit gesundheitlicher Vorbelastung könnten Glück haben, da die Aufnahmekriterien für die Berufsunfähigkeitsversicherung strenger sind und daher oft keine vorerkrankten Personen versichert.

Grundfähigkeitsversicherung

Ein Sonderfall ist die Grundfähigkeitsversicherung: Sie greift, wenn der Versicherte durch Erkrankung, Kräfteverfall oder auch eine Verletzung, zum Beispiel einen Unfall, so beeinträchtigt ist, dass er bestimmte Tätigkeiten mindestens ein Jahr lang nicht ohne Hilfestellung ausführen kann. Dazu gehören beispielsweise das Heben von Gewichten mit beiden Armen, das Aufdrehen von Flaschen oder Stehen ohne Abstützen.

Dread Desease Versicherung

Die sogenannte Dread Disease Versicherung hilft beim Eintreten einer besonders schweren Erkrankung. Hierzu zählen zum Beispiel Krebs, Multiple Sklerose oder Parkinson.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wer plötzlichen Erkrankungen oder Unfällen mit schweren Folgen nicht vollkommen schutzlos ausgeliefert sein will, der sollte eine Versicherung abschließen, um sich zu schützen. Um was für eine Art von Versicherung es sich hierbei handeln sollte, muss mit einem professionellen Versicherungsmakler besprochen werden, um zu gewährleisten, dass auch Sie im Notfall gut abgesichert sind.